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Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist ein dynamischer Wirtschaftszweig und Motor für Innovation, Wachstum und Beschäftigung. Sie umfasst Unternehmen, die sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und medialen Verbreitung von kulturellen und kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen, wobei der Schwerpunkt auf erwerbswirtschaftlicher Orientierung liegt. Es handelt sich um einen Wirtschaftszweig, der kreative Ideen in soziale und kommerzielle Ergebnisse umsetzt.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft umfasst 11 Teilmärkte:

  • Musikwirtschaft
  • Buchmarkt
  • Kunstmarkt
  • Filmwirtschaft
  • Rundfunkwirtschaft
  • Darstellende Künste
  • Architekturmarkt
  • Designwirtschaft
  • Pressemarkt
  • Werbemarkt
  • Software- und Games-Industrie.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist dabei insbesondere von Freiberuflern sowie Klein- und Kleinstunternehmen geprägt.

Bedeutung und Potenziale

Gemäß dem Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2024 (BMWK 2025) wird davon ausgegangen, dass ca. 238.000 Unternehmen und freiberuflich Selbständige das Bild der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland prägen. Anders ausgedrückt gab es 2023 ca. 2 Millionen Gesamterwerbstätige, die mit einer Bruttowertschöpfung von 123 Mrd. € einen Anteil von 3,3 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung erwirtschaftet haben.

Im Vergleich zu anderen Branchen zeigt sich, dass die Bruttowertschöpfung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland (Stand 2021) mit über 100 Milliarden Euro zwar hinter dem Sektor des Fahrzeugbaus rangiert, zum Beispiel aber den Sektor des Maschinenbaus, der Finanzdienstleister und der Chemischen Industrie übertrifft.

In Thüringen waren im Jahr 2023 ca. 2.980 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft. Hinzu kommen noch zahlreiche Klein- und Kleinstunternehmen (ca. 5.000), die nicht der Umsatzsteuerpflicht unterliegen. 2023 erzielten die Unternehmen der Thüringer Kultur- und Kreativwirtschaft einen Umsatz von 1,08 Mrd. Euro. Dies entspricht rund 1,3 Prozent des Umsatzes der Thüringer Gesamtwirtschaft. Der Umsatz stieg dabei zwischen 2020 und 2023 um 17 %. 2023 waren in der Thüringer Kultur- und Kreativwirtschaft 14.370 Kernerwerbstätige, darunter 11.390 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und 2.980 Selbständige tätig. Dies entspricht rund 1,7 Prozent aller Kernerwerbstätigen in Thüringen. Zusätzlich gab es 2024 im Bereich der Mini-Erwerbstätigkeit 3.860 geringfügig Beschäftigte in der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Unterstützungs- und Beratungsangebote

Seit 2012 ist die Thüringer Agentur für die Kreativwirtschaft (THAK) zentraler Anlaufpunkt für die Kreativschaffenden in Thüringen. Sie bietet Akteuren aller 11 Teilmärkte durch verschiedene Formate wie Workshops, Sprechtage sowie Vernetzungs- und Informationsveranstaltungen Unterstützung bei Qualifizierung, Vernetzung und Inspiration.

Auf Bundesebene wirkt das Bundeszentrum Kultur- und Kreativwirtschaft. Es ist die zentrale Anlaufstelle für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland und ihr nahestehende Institutionen (z.B. Verbände). Es informiert über die neusten Entwicklungen der vielfältigen Branche, zeigt den Mehrwert innovativer Denkweisen und Methoden aus der Kultur- und Kreativwirtschaft für andere Bereiche auf und stößt die Entwicklung von zukunftsweisenden unternehmerischen Lösungen und innovativem Handeln für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Klimakrise oder Digitalisierung an.

Kontakt

Referat 21
Grundsatzfragen Wirtschafts- und Konjunkturpolitik

Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TMWLLR)
Max-Reger-Straße 4-8
99096 Erfurt

kreativwirtschaft@tmwllr.thueringen.de 
Tel.: +49 361 57 37 11 247
Fax: +49 361 57 17 11 209

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