Gartenschauen in Thüringen
8. Thüringer Landesgartenschau 2036 - Bewerbungsverfahren eröffnet
Mit der Veröffentlichung im Thüringer Staatsanzeiger Nr. 18/2026 am 04.05.2026 ist das Bewerbungsverfahren für die 8. Thüringer Landesgartenschau im Jahr 2036 offiziell gestartet. Städte, Gemeinden, Landkreise und sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts des Freistaats Thüringen sind aufgerufen, sich mit innovativen und nachhaltigen Konzepten um die Ausrichtung zu bewerben.
Die Landesregierung hatte am 31. März 2026 die Durchführung der Landesgartenschau 2036 beschlossen. Ziel ist es, die erfolgreiche Reihe der Thüringer Landesgartenschauen fortzuführen und neue Impulse für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung zu setzen.
Das Bewerbungsverfahren für die Ausrichtung ist zweistufig angelegt:
- In der ersten Stufe ist bis zum 31. Dezember 2026 ein formloser Antrag einzureichen, der den grundsätzlichen Willen zur Ausrichtung der Landesgartenschau dokumentiert. Dieser muss auf einem entsprechenden Beschluss der zuständigen kommunalen Gremien beruhen und durch eine aussagekräftige Begründung ergänzt werden.
- In der zweiten Stufe sind bis zum 30. November 2027 vertiefende Unterlagen vorzulegen, darunter eine Machbarkeitsstudie, eine Kostenschätzung sowie ein Finanzierungsplan.
Die Bewerbungen sind zu richten an das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum in Erfurt, Abteilung Landwirtschaft, Ländlicher Raum und Tourismus, Referat 4A5, Max-Reger-Straße 4-8, 99096 Erfurt.
Mit der Ausschreibung für das Jahr 2036 setzt Thüringen seine erfolgreiche Gartenschautradition fort und eröffnet Kommunen erneut die Chance, nachhaltige Entwicklungsprojekte mit überregionaler Strahlkraft umzusetzen.
7. Thüringer Landesgartenschau 2030 in Altenburg
Die gesamte Stadt Altenburg soll Kulisse für die LGS werden. Insgesamt beträgt die Ausstellungsfläche 27 Hektar. Vorhandene Grünflächen, wie historische Parks und Gärten, Kleingartenanlagen, der Friedhof und die stadtprägenden Teiche werden miteinander vernetzt. Mit „Pocket-Gärten“ werden zudem 2,5 Hektar neue Grünflächen als zentrale, öffentlich zugänglich gestaltete Freiflächen entstehen und bisherige Brachflächen neu beleben. Die LGS-Bereiche sollen zudem autofrei über umweltfreundliche Mobilität erlebbar gemacht werden.
In Altenburg werden aktuell bereits bedeutende städtebauliche Vorhaben umgesetzt. Die Sanierung des Lindenau-Museum, des Theaters Altenburg und die Spielewelt im historischen Josephinum werden unabhängig vom Land gefördert und ergänzen die geplanten Vorhaben zur LGS. Somit fügen sich die bereits laufenden Projekte nahtlos in das Leitthema der LGS 2030 „Garten.Schau.Spiele.Stadt“ ein. Zudem sind die vielen Baudenkmäler und hochwertigen Grünflächen ein großer Vorteil der Stadt, auf den die Vorhaben zur Landesgartenschau aufbauen können. Es werden langfristige grüne Oasen entstehen, die das Stadtklima verbessern und die Lebensqualität in Altenburg weiter erhöhen.
6. Thüringer Landesgartenschau 2030 in der Orla-Region
Die Zusammenarbeit der Städte zur Landesgartenschau unter dem Motto „Zusammen. Wachsen“ zwischen Triptis, Neustadt a. d. Orla und Pößneck schafft einen Spannungsbogen in der Orlaregion, der alle dazwischenliegenden Orte und Landschaftsräume mit einbezieht und das Spektrum der Erlebnisangebote wesentlich bereichert.
Die Städte können auf eine jeweils lange Geschichte zurückblicken. Sie sind aufgereiht am blauen Band der Orla und der Kotschau. Die räumliche Distanz beträgt insgesamt 25 Kilometer. Alle drei Ansiedlungen sind über 700 Jahre alt.
Es gibt einerseits viele Gemeinsamkeiten, die ähnliche Voraussetzungen und Herausforderungen in den Städten erkennen lassen. Andererseits gibt es in jeder Stadt individuelle Entwicklungsachsen und Besonderheiten. Es gilt die besonderen Qualitäten eines jeden Ortes herauszuarbeiten und in der Zusammenschau zu einem breiten Fächer an Erlebnisangeboten zusammen zu stellen.
Die Hauptstandorte der Gartenschau (Kernzonen) in den Städten sind:
in Pößneck:
- Zukunftspark Lederwerke (zukünftiger Wohn- und Arbeitsstandort mit Parklandschaft)
- Stadtlandschaft „Eventpark Rosenbergplatz“ (Erholungspark mit attraktiven Spielangeboten)
in Neustadt an der Orla:
- Park der 5 Jahreszeiten (Buteile-Park, regionaler Anziehungspunkt mit attraktiven Freizeitangeboten)
- Volkshauspark mit benachbartem historischem Stadtpark und Rosengarten (grüne Mitte der Stadt)
in Triptis:
- Schlosspark (Thema Wasser)
- Sportplatz mit benachbartem Stausee (sport- und bildungsbetontes Hinterland)
5. Landesgartenschau 2026 in Leinefelde-Worbis
Am 23. April 2026 startete die 5. Thür. Landesgartenschau 2026 in Leinefelde-Worbis und lockt bis zum 11. Oktober über 172 Tage hinweg mit Gartenkunst, Naturerlebnissen und Eichsfelder Lebensart. Unter dem Motto „Aussöhnung zwischen Stadt und Landschaft“ bietet die Landesgartenschau Kultur, Musik, Unterhaltung und Erlebnisse, aber auch neue Impulse zu Zukunftsfragen rund um Gartenbau, Landwirtschaft und eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung.
Insgesamt wurden rund 50 Millionen Euro aus Landes-, Bundes-, EU- und kommunalen Mitteln investiert und damit Folgeinvestitionen von über 100 Millionen Euro angestoßen. Sichtbare Ergebnisse sind unter anderem die Entwicklung einer neuen Gartenstadt auf einem ehemaligen Garagenareal, die Renaturierung des Flüsschens Ohne, die Aufwertung des Lunaparks sowie neue Grünflächen, Wege- und Freizeitangebote entlang der „Grünen Achse“.
Ein besonderer Blickfang ist der sogenannte „Blumenblock“, ein umgestalteter Plattenbau mit wechselnden Blumenschauen. Hinzu kommen Beiträge des Deutschen Gartenbaumuseums (DGM) zum Thema „Geschmack der Regionen“, eine gemeinsame Ausstellung des DGM und des egaparks Erfurt „iga *61. Geschmack und Impulse“, die Ausstellung „Grüne Berufe: landwirtschaft.gartenbau.next“ des Landesverbandes Gartenbau und des Thüringer Bauernverbandes, Beiträge zum Städtebau sowie ein Projekt der Bauhaus-Uni Weimar. Wesentliche Angebote sind weiterhin Themengärten, Ausstellungen, das „Grüne Klassenzimmer“ sowie Workshops und Aktionstage.
Auch das Thüringer Landwirtschaftsministerium einschließlich des nachgeordneten Bereiches beteiligt sich mit eigenen Angeboten vor Ort, etwa mit dem „Gärtnertreff Thüringen“ im Themengarten „Grünes Herz – Der Garten Thüringens“. Dort werden unter anderem die Thüringer Gartenbautradition, Grüne Berufe, Gärtnerische Themenstellungen sowie Parks und Gärten im Freistaat vorgestellt.
Weitere Informationen und das vollständige Programm sind unter:
www.lgs-leinefelde-worbis.de abrufbar.
Allgemeines
Landesgartenschauen sollen dazu beitragen, dass in Städten, Gemeinden oder regionalen Bereichen Thüringens unter umweltpolitischen und ökologischen Gesichtspunkten gestaltete Lebensräume und Grünzonen geschaffen und gesichert werden. Gleichzeitig können städtebauliche und strukturelle Defizite der austragenden Kommunen aufgearbeitet werden.
Die 1. Thüringer Landesgartenschau fand im Jahr 2000 in Pößneck statt, Motto: „…..Alte Mauern, neuer Charme“. Nordhausen war 2004 Ausrichter der 2. Landesgartenschau unter dem Motto: „Die neue Mitte“. Schmalkalden folgte 2015 unter dem Motto: „Gartenzeitreise“. Die 4. Landesgartenschau wurde 2017 in Apolda unter dem Motto „Blütezeit Apolda“ ausgerichtet.
Grundsätze für die Durchführung von Landesgartenschauen in Thüringen |
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