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„Digital Innovation Hub Photonics“ (DIHP): Neue Hightech-Ideen aus Optik und Photonik werden unterstützt


Sechs Gründerteams beim DIHP-Pitch 2026 in Jena ausgewählt – Boos-John: Exzellente Ideen schnell zu erfolgreichen Unternehmen machen

Bühne frei für Innovation: Beim diesjährigen Pitch des Digital Innovation Hub Photonics (DIHP) präsentierten am gestrigen Nachmittag elf Teams aus ganz Deutschland ihre zukunftsweisenden Ideen rund um Optik und Photonik. Die sechs überzeugendsten Konzepte erhalten nun gezielte Forschungsunterstützung, um ihre Ansätze in marktfähige Anwendungen zu überführen. Die Pitches fanden in den Räumlichkeiten der Technologie und Innovationspark Jena GmbH (TIP) am Jenaer Beutenberg-Campus statt.
 
Im Fokus des DIHP steht die Förderung technologieorientierter Gründungsideen. Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen Optik und Photonik arbeiten hier zusammen, um Ausgründungen aus der Wissenschaft zu fördern und Start-ups zu unterstützen. In diesem Jahr erhalten die prämierten Teams Forschungsbudgets im Umfang von jeweils rund fünf Personenmonaten, die an einer der teilnehmenden Institutionen eingesetzt werden können. Ein Personenmonat entspricht dabei der Arbeitsleistung einer wissenschaftlichen Fachkraft über den Zeitraum eines Monats. Damit können die Teams beispielsweise eine Doktorandin, einen Doktoranden oder Postdoktoranden für die Weiterentwicklung ihrer Idee einsetzen – ein entscheidender Schritt von der Idee zur Anwendung.
 
Die Bandbreite der ausgezeichneten Projekte reicht in diesem Jahr von präziser Sensorik für extreme Umgebungen über photonische KI-Architekturen bis hin zu Lösungen für nachhaltige Landwirtschaft und quantensichere Kommunikation. Von den insgesamt elf Pitches beinhalteten vier Vorhaben photonische Lösungen zur Anwendung im Weltraum. Zu den Gewinnerideen zählen unter anderem ein kompakter photonischer Wegsensor („LumiNUM“), ein satellitenbasiertes System für abhörsichere Datenübertragung („Quatherion“) sowie innovative Ansätze für energieeffizientes Computing und optische Messtechnik.
 
„Der DIHP zeigt eindrucksvoll, welches Innovationspotenzial in der Verbindung von Forschung und Unternehmergeist steckt. Gerade in Schlüsseltechnologien wie der Photonik brauchen wir mutige Gründerinnen und Gründer, die neue Wege gehen“, betonte Wirtschaftsministerin Colette Boos-John. „Mit gezielter Förderung schaffen wir die Grundlage dafür, dass aus exzellenten Ideen erfolgreiche Unternehmen entstehen.“
 
Der DIHP nahm im Jahr 2018 seine Arbeit auf. Bislang wurden zehn Ausgründungsteams begleitet, aus denen einige sehr erfolgreiche DeepTech-Startups entstanden sind – zu nennen sind hier bspw. die Spaceoptix GmbH, IDLoop GmbH, Quantum Optics Jena GmbH und DeepEn GmbH. Insgesamt wurden durch diese Unternehmen inzwischen bereits über 200 Arbeitsplätze in Thüringen geschaffen. Der DIHP ist Teil der Thüringer Innovation Hubs, welche in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft konzipiert und durch den Freistaat Thüringen 2024 bis Ende 2026 mit insgesamt 4,2 Millionen Euro gefördert werden. 
 
Dr. Sebastian Händschke, Projektleiter des Digital Innovation Hub Photonics (DIHP), betont die Einzigartigkeit des Formats in Deutschland und die besondere Ausnahmestellung und Pionierposition Thüringens: „Es gibt nur ganz wenige Formate, wo Gründungsinteressierte vor der Gründung und junge Unternehmen nach der Gründung sowohl technologisch als auch unternehmerisch begleitet werden. Der DIHP ist einer davon. Die wissenschaftliche Exzellenz in der Photonik übt dabei eine große Anziehungskraft für Gründerinnen und Gründern von in- und außerhalb Thüringens aus, wie der nationale und internationale Bewerberkreis und die Gewinnerinnen zeigen.“

Die Pitches fanden in einem kompakten Format statt: Vier Minuten Präsentation, gefolgt von einer ebenso langen Fragerunde durch eine hochkarätig besetzte Jury aus Wirtschaft, Forschung und Gründungsökosystem. Neben technologischer Exzellenz spielten insbesondere Marktpotenzial und Umsetzbarkeit eine zentrale Rolle bei der Auswahl.
 
Die Gewinner des DIHP-Pitch 2026 sind:
 
Innovative Gründungen / Gründungsinteressierte:

  • LumiNUM (Thomas Pickert, München): Kompakter photonischer Wegsensor für extreme Umgebungsbedingungen. 
  • Photonics-EdgeAI (Carlo Fritz, Stuttgart): Referenzarchitektur für energieeffizientes Computing durch photonisch unterstützte KI-Inferenz. 
  • Quatherion (Juan Medel, München): Satellitenbasiertes System für quantensichere Kommunikation. 
  • OrbitalPIC (Vidhi Desai & Tanmay Gupta, London/Jena): Photonikbasierte Recheneinheiten für KI-Anwendungen direkt im Weltraum. 

Start-ups (in Gründung oder bereits gegründet):

  • PoLightFilters (Köln): Entwicklung optischer Filtertechnologien mit Fokus auf Weltraumanwendungen. 
  • Active Medical Xcellence GmbH (Jena): Entwicklung medizinischer Lasersysteme für urologische Anwendungen. 

 
Über den DIHP
Der Digital Innovation Hub Photonics (DIHP) ist eine gemeinsame Initiative führender Forschungs- und Hochschuleinrichtungen in Thüringen und verfolgt das Ziel, den Transfer von photonischen Technologien aus der Forschung in die industrielle Anwendung zu beschleunigen. Zu den Trägereinrichtungen zählen:

  • Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) 
  • Abbe Center of Photonics der Friedrich-Schiller-Universität Jena 
  • Ernst-Abbe-Hochschule Jena 
  • Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) 
  • Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (Leibniz-HKI) 
  • Helmholtz-Institut Jena 

 
Gefördert durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, unterstützt der DIHP gezielt Ausgründungen und Kooperationsprojekte im Bereich der Photonik. Die Thüringer Innovation Hubs – neben dem DIHP auch der iHUB in Ilmenau – sind deutschlandweit einzigartige Formate in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft und fügen sich gemeinsam mit Formaten wie „get started 2gether“ und „TRIP“ in die Gesamtstrategie des Landes zur Förderung von Wissenstransfer und innovativen Gründungen ein. Für den erfolgreichen Transfer quantenoptischer Forschung in marktfähige Hochsicherheitsanwendungen wurde das IOF gemeinsam mit dem DIHP sowie der Quantum Optics Jena GmbH im Mai 2025 mit dem Technologietransferpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) ausgezeichnet.

Mehr Informationen finden Sie auch unter: https://www.innohub-photonics.de/ 
 
 
 
Stephan Krauß
Pressesprecher
 

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