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Rund 32 Millionen Euro für nachhaltige Landwirtschaft: KULAP stärkt Thüringer Agrarbetriebe


Boos-John: Verlässliche Unterstützung für freiwillige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen

Insgesamt rund 32 Millionen Euro aus dem Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) hat das Land in der vergangenen Woche an rund 1.500 landwirtschaftliche Betriebe ausgezahlt. Mit dem Geld werden Mehraufwendungen ausgeglichen, die den Landwirten durch freiwillige, über gesetzliche Mindeststandards hinausgehende Maßnahmen für den Umwelt-, Klima- und Landschaftsschutz entstehen. Die Förderung aus den Programmen KULAP 2022 und KULAP 2014 war in den Vorjahren zugesagt worden.

„Mit dem KULAP honorieren wir die Leistungen unserer Landwirtinnen und Landwirte für den Erhalt von Natur, Landschaften und Artenvielfalt“, sagte Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John. Wer sich in dieser Weise engagiere, verdiene Anerkennung und vor allem eine verlässliche Unterstützung.

Auf insgesamt rund 180.000 Hektar Fläche setzen die Thüringer Agrarbetriebe Maßnahmen für den Natur- und Umweltschutz um.

  • Dazu zählen beispielsweise Blühstreifen, die Lebensräume für Insekten und Feldvögel wie das Rebhuhn schaffen. Für deren Anlage und Pflege auf insgesamt rund 900 Hektar wurden rund 700.000 Euro bereitgestellt.
  • Auch die extensive Bewirtschaftung von Biotop-Grünland – etwa durch die Hüteschafhaltung – trägt zum Erhalt artenreicher Lebensräume und des typischen Landschaftsbilds bei. Die Hüteschafhaltung als traditionelle Form der Bewirtschaftung erhält artenreiche Grünlandbiotope, verhindert Verbuschung und schafft vielfältige Lebensräume für seltene Pflanzen- und Tierarten. Hüteschafe werden in Thüringen auf einer Fläche von fast 10.000 Hektar gehalten. Aus dem KULAP wurde dafür eine Unterstützung von rund 4,3 Millionen Euro ausgezahlt.
  • Darüber hinaus leistet das KULAP einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Rotmilans, für den Thüringen eine besondere Verantwortung trägt. Durch angepasste Bewirtschaftung und ein verbessertes Nahrungsangebot wurden dessen Lebensbedingungen auf einer Fläche von 700 Hektar gezielt verbessert. Dafür wurden rund 120.000 Euro bereitgestellt.

Die Auszahlung der Fördermittel ist für den Großteil der Betriebe wie angekündigt am 20. März erfolgt. Das KULAP wird überwiegend aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) finanziert und bleibt auch künftig ein wichtiger Baustein der Agrarförderung in Thüringen.


Stephan Krauß
Pressesprecher
 

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