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GFE Schmalkalden erhält Förderbescheid über rund 645.000 Euro für Technologieentwicklung


Boos-John: Wirtschaftsnahe Forschung unterstützt schnellen Technologietransfer in den Mittelstand

Das Thüringer Wirtschaftsministerium unterstützt die Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden e. V. (GFE) mit rund 645.000 Euro bei der weiteren Modernisierung ihrer Forschungsinfrastruktur. Wirtschaftsministerin Colette Boos-John hat gestern in Schmalkalden einen Förderbescheid über 645.000 Euro an die wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung übergeben. Die GFE will damit neue Mess-, Sensor- und Prüftechnik anschaffen und eine digital vernetzte Forschungsumgebung aufbauen, mit der Zerspanungswerkzeuge im praktischen Einsatz genauer untersucht und weiterentwickelt werden können. Die Gesamtausgaben des Vorhabens belaufen sich auf rund 717.000 Euro. 

„Gerade für kleine und mittlere Unternehmen sind eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilungen oft kaum zu finanzieren. Umso wichtiger sind leistungsfähige wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen, die neue Technologien entwickeln und den Transfer in die betriebliche Praxis ermöglichen“, sagte die Wirtschaftsministerin. „Sie sorgen dafür, dass aus Forschung schneller neue Produkte, Verfahren und damit konkrete Wettbewerbsvorteile für unsere Unternehmen entstehen.“

Die GFE ist eine von zehn wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen in Thüringen. Seit mehr als 30 Jahren betreibt sie anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung vor allem in den Bereichen Präzisionswerkzeuge, Zerspanung, Beschichtungs-, Mess-, Prüf- und Qualitätssicherungstechnik. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem die Entwicklung und Optimierung von Werkzeugen und Fertigungsprozessen, Beschichtungstechnologien, sensorintegrierten und mechatronischen Werkzeugsystemen, die additive Fertigung sowie digitale Verfahren zur Prozessüberwachung und -steuerung. Dabei arbeitet sie eng mit kleinen und mittleren Unternehmen zusammen und begleitet deren Entwicklungsprozesse von der Idee über Konstruktion und Prototypenbau bis zur Kleinserienfertigung.

Die aktuelle Förderung erfolgt über das Programm „FTI-Thüringen INVEST“ des Landes. Allein für Förderangebote, die ausschließlich den wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen zur Verfügung stehen, ist in der Förderperiode 2021 bis 2027 ein Budget von rund 28,3 Millionen Euro vorgesehen.

Mit der neuen Technik soll in Schmalkalden genauer untersucht werden, wie sich Werkzeuge im praktischen Einsatz verhalten und wodurch Verschleiß entsteht. Die gewonnenen Erkenntnisse können anschließend direkt für die weitere Werkzeug- und Prozessentwicklung genutzt werden. Ziel sind langlebigere Werkzeuge, kürzere Entwicklungszeiten und ein geringerer Ressourcenverbrauch. Zugleich schafft die Investition Grundlagen für Anwendungen von Künstlicher Intelligenz, Industrie 4.0 und den digitalen Produktpass. „Mit solchen Investitionen stärken wir nicht nur unsere Forschungslandschaft, sondern vor allem die Innovationsfähigkeit des Thüringer Mittelstands“, so Boos-John.


Stephan Krauß
Pressesprecher
 

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