Das Thüringer Wirtschaftsministerium unterstützt das Robert Boyle - Thüringisches Institut für BioWasserstoff- und Umweltforschung e. V (RBI) in Jena mit rund 323.000 Euro aus EFRE- und Landesmitteln beim Aufbau eines neuen Forschungslabors für nachhaltige Biopolymere (Kunststoffe und andere Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen). Wirtschaftsstaatssekretär Mario Suckert hat heute einen entsprechenden Förderbescheid an das Institut übergeben. Mit der neuen Ausstattung sollen solche Materialien entwickelt und in größeren Mengen hergestellt werden können. Die Gesamtausgaben des Vorhabens „BioSynLab“ belaufen sich auf rund 358.000 Euro.
„Gerade kleine und mittlere Unternehmen können sich eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilungen häufig nicht leisten. Deshalb brauchen wir wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen, die im Auftrag der Unternehmen neue Technologien entwickeln, gemeinsam erproben und in die betriebliche Anwendung überführen“, sagte Suckert. „Das RBI ist dafür ein gutes Beispiel: Mit dem neuen Labor schafft es Möglichkeiten, Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen zügig in neue Produkte und Verfahren zu überführen.“
Das RBI ist eine von zehn wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen in Thüringen und beschäftigt rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit 2004 entwickelt das Institut Verfahren, mit denen aus biogenen Reststoffen Energie und Wertstoffe gewonnen werden können. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Bioenergie- und Bioraffinerieprozesse, ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft, Messtechnik und Prozessoptimierung sowie digitale Werkzeuge und KI-Anwendungen. Zum Leistungsangebot für Unternehmen zählen Auftragsforschung, Laboranalytik, Prozessdiagnostik, Prototypenbau sowie Beratungs- und Planungsleistungen.
Die Förderung erfolgt über die Richtlinie „FTI-Thüringen INVEST“ des Landes. Damit werden u.a. Investitionen in die Forschungsinfrastruktur der wirtschaftsnahen Institute unterstützt, damit diese auch komplexe Forschungs- und Entwicklungsvorhaben für die Thüringer Wirtschaft umsetzen können. Die Richtlinie wird durch Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.
Stephan Krauß
Pressesprecher